Wechseljahre

Wechseljahre

Die einen betrifft´s mehr, die anderen weniger

Das Klimakterium (Wechseljahre) umfasst die gesamte Übergangsphase von der geschlechtsreifen und gebärfähigen Frau bis zu dem Zeitpunkt dar, wo die Frau keine Eisprünge und Regelblutungen mehr hat, und somit auch keine Kinder mehr bekommen kann. Die Dauer ist individuell sehr unterschiedlich und kann einen Zeitrahmen von 10 bis zu 20 Jahren umfassen.

Als Menopause wird die letzte Blutung bezeichnet, wenn ihr 12 Monate keine weitere Blutung mehr folgt. Das durchschnittliche Menopausealter liegt zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr, ist allerdings starken individuellen und jahreszeitlichen Biorhythmen unterworfen.

Zu den häufigsten Wechseljahrbeschwerden gehören:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Depressive Verstimmung

Blutungsstörungen, Östrogenmangel (einhergegehende Symptome wie Brennen, Juckreiz, Trockenheit in der Scheide) und Osteoporose sind weitere Wechseljahresbeschwerden. Der allmähliche Verlust der Knochenmasse ist ein natürlicher Alterungsprozess, der Frauen und Männer betrifft. Mit dem Ausfall der Eierstöcke kann der Knochenschwund jedoch sehr schnell und massiv eintreten und sich dann als Erkrankung im Sinne einer Osteoporose einstellen.

Mit nachlassender Östrogen-Produktion kommt es zu einem Verlust an Kollagen und damit reduzierter Wassereinlagerung: die Haut wird trockener, dünner und verliert ihre Elastizität. Zudem führt der relative Androgen-Überschuss häufig zu einer Androgenisierung mit verstärkter Körperbehaarung, „Damenbart“ und Kopfhaarausfall.

Östrogene - ja oder nein?

Wechseljahresbeschwerden werden seit über 70 Jahren mit Hormonen und Hormonomimetika behandelt.

Aufgrund von erhöhtem Brustkrebs-Risiko ist die Hormonersatztherapie (HT) in den letzten Jahr sehr in die Kritik geraten. Eine Hormonersatztherapie sollte nur noch zur Behandlung von massiven Beschwerden und keinesfalls vorsorglich (prophylaktisch) erfolgen.

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