WIE WIRKT BOTULINUMTOXIN TYP A?

Die Wirkung von Botulinumtoxin

Botulinumtoxin Typ A ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Es wird vom Bakterium "Clostridium botulinum" unter anaeroben Bedingungen (Luftausschluss) produziert.

Botulinumtoxin Typ A ruft eine Lähmung des Muskels hervor. Wird es in einen Muskel gespritzt, so blockiert es dort gezielt die Nervenimpulse, indem es die Erregungsübertragung vom Nerv zum Muskel hemmt. Hierbei wird die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin an der motorischen Endplatte, der Kontaktstelle zwischen Nerv und Muskel unterbunden. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden. Mit anderen Worten: Er kann sich nicht mehr zusammenziehen und dadurch die unerwünschten Falten bilden.

Die volle Wirkung entfaltet sich innerhalb von etwa 10-14 Tagen und hält durchschnittlich 3-6 Monate an. Danach kommt es zu einer Wiederaufnahme der Signalübertragung durch die Regeneration der motorischen Endplatte. Daher kann die Behandlung der unerwünschten Gesichtsfalten mit Botulinumtoxin Typ A in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Zugelassenes und wirksames Arzneimittel in der Neurologie

Botulinumtoxin Typ A wird seit Anfang der 80er Jahre als zugelassenes Arzneimittel in der Behandlung von Bewegungsstörungen (Dystonien), oder beim Lidkrampf (Blepharospasmus) eingesetzt. Weiterhin findet es Einsatz bei muskulären Verspannungen, Krämpfen und spastischen Muskelerkrankungen bei Erwachsenen und Kindern, beispielsweise dem Spitzfuß.

Einsatz in der ästhetischen Dermatologie

Die entspannende Wirkung von Botulinumtoxin Typ A auf die Muskulatur führte seit Mitte der neunziger Jahre immer häufiger auch zu einem Einsatz bei mimisch bedingten Falten. Inzwischen ist Botulinumtoxin z.B. zur Behandlung der Glabellafalte und der Krähenfüßeals Arzneimittel zugelassen. Auch zur Behandlung des übermäßigen Schwitzens unter den Achseln (Hyperhidrose axillaris) wird es eingesetzt.

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